Die IAAEU-Mitarbeiter Laszlo Goerke und Alberto Palermo veröffentlichen zusammen mit Marco de Pinto, einem früheren Mitarbeiter des IAAEU und der Universität Trier, der jetzt an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit in Mannheim eine Professur innehat, eine neue Studie mit dem Titel “On the Welfare Effect of Adverse Selection in Oligopolistic Markets” in der Zeitschrift Games and Economic Behavior.
Der Aufsatz untersucht mit Hilfe eines theoretischen Modells die Wohlfahrtswirkungen von asymmetrischen Informationen in einem Prinzipal-Agenten-Setting, in dem mehrere Firmen als Prinzipale auf einem oligopolistischen Absatzmarkt im Wettbewerb stehen. Das zentrale Ergebnis der Analyse ist, dass asymmetrische Informationen die wohlfahrtsreduzierende Wirkung oligopolistischer Marktmacht abmildern oder gar kompensieren können. Daher kann die Gesellschaft bei Existenz asymmetrischer Informationen ein höheres Wohlfahrtsniveau erreichen als bei Abwesenheit solcher Art von Informationsvorsprüngen. Die dahinterstehende Idee ist, dass die besser informierten Agenten ihren Informationsvorsprung zum eigenen Vorteil aber zu Lasten der Gesellschaft ausnutzen möchten. Die oligopolistische Marktmacht der Prinzipale beschränkt jedoch die Möglichkeiten hierfür. Da Oligopole und informationelle Friktionen weit verbreitet sind, legen die Erkenntnisse der IAAEU Mitarbeiter nahe, dass die Wettbewerbspolitik letzteren größere Aufmerksamkeit schenken sollte.
Die Studie: de Pinto, Marco, Goerke, Laszlo and Alberto Palermo (2023), On the Welfare Effect of Adverse Selection in Oligopolistic Markets: Games and Economic Behavior, Vol. 138, pp. 22-41.
Der Aufsatz untersucht mit Hilfe eines theoretischen Modells die Wohlfahrtswirkungen von asymmetrischen Informationen in einem Prinzipal-Agenten-Setting, in dem mehrere Firmen als Prinzipale auf einem oligopolistischen Absatzmarkt im Wettbewerb stehen. Das zentrale Ergebnis der Analyse ist, dass asymmetrische Informationen die wohlfahrtsreduzierende Wirkung oligopolistischer Marktmacht abmildern oder gar kompensieren können. Daher kann die Gesellschaft bei Existenz asymmetrischer Informationen ein höheres Wohlfahrtsniveau erreichen als bei Abwesenheit solcher Art von Informationsvorsprüngen. Die dahinterstehende Idee ist, dass die besser informierten Agenten ihren Informationsvorsprung zum eigenen Vorteil aber zu Lasten der Gesellschaft ausnutzen möchten. Die oligopolistische Marktmacht der Prinzipale beschränkt jedoch die Möglichkeiten hierfür. Da Oligopole und informationelle Friktionen weit verbreitet sind, legen die Erkenntnisse der IAAEU Mitarbeiter nahe, dass die Wettbewerbspolitik letzteren größere Aufmerksamkeit schenken sollte.
Die Studie: de Pinto, Marco, Goerke, Laszlo and Alberto Palermo (2023), On the Welfare Effect of Adverse Selection in Oligopolistic Markets: Games and Economic Behavior, Vol. 138, pp. 22-41.